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Nun soll es also amtlich sein. Die Ehrenfels darf nicht mehr genutzt werden, da ein Wanderfalke diese sich als Domizil ausgesucht hat. Auch soll festgestellt worden sein, dass auf Grund der Aktivitäten einer Rittergruppe, ein Jungvogel zu Tode gekommen ist.
Feldversuche und eine Vorher-/Nachher- Untersuchung sollen letzte Aufschlüsse darüber bringen, wie störend die touristischen Aktivitäten rund um die Ehrenfels sind. Die Veranstaltung „Rhein im Feuerzauber“ steht schon in Frage.
Sicher ist, dass Natur- und Landschaftsschutz wichtige Grundlagen im heutigen Zusammenleben darstellen und Niemand sich die Zustände zurück wünscht, die bis in die 70 er Jahre des vorigen Jahrhunderts noch üblich waren. Aber bei allem Verständnis für Diejenigen, die es sich zur Berufung gemacht haben, für Natur und Umwelt einzutreten, oder die Ihr täglich Brot mit dem Schutz Derselben verdienen, scheint uns, dass mittlerweile, bei vielen Themen über das Ziel hinaus geschossen wird.
„Es stellt sich Mancher die Frage, ob wir nicht Alle gelegentlich Opfer von „Ökoterrorismus“ sind.“
Die Ehrenfels wird nicht erst seit einem halben Jahr genutzt sondern schon immer war sie beliebtes Ziel für Wanderer. Auch die Rüdesheimer Jugendlichen haben sicher nahezu Alle Erinnerungen an fröhliche Stunden (und Nächte) innerhalb der Ehrenfels.
Die Veranstaltung „Rhein im Feuerzauber“ findet seit 27 Jahren statt. Das Feuerwerk wurde immer innerhalb der Burgmauern abgebrannt. Um die Burg herum ist Weinbau, der z. Teil mit Maschineneinsatz betrieben wird, die wiederum Geräuschkulissen verursachen. Und nicht zu vergessen die Eisenbahn, die im engen Mittelrheintal ebenfalls für Lärm verantwortlich ist.
Die Burg wird also nicht intensiver genutzt, als seit vielen Jahren schon. Den Wanderfalken scheint dies nicht gestört zu haben und die Verantwortung für den Tod eines Jungvogels einer bestimmten Gruppe zuzuschreiben, ist geradezu grotesk. Auch kann es nicht an Europäischen Vogelschutzrichtlinien liegen, dass jetzt keine Nutzung mehr stattfinden darf, denn die bestehen schon länger. Uns scheint es, als liegt es eher an deren Auslegung und vor allem, Wer für die Auslegung verantwortlich zeichnet.
Für die Wählerinitiative ist es verständlich, wenn viele Mandatsträger angesichts solcher Auswüchse Probleme haben weiteren Programmen zum Schutz von Natur und Landschaft zuzustimmen. Die Frage, ob neue Maßnahmen nicht zu Beschränkungen führen, die sich selbst deren Initiatoren nie gewünscht haben, ist durchaus berechtigt.
Wir wollen eine Politik, die dem Menschen nutzt und im Einklang mit Natur und Landschaft erfolgt. Verweigerungs- und Behinderungshaltung durch Diejenigen, die mit dem Naturschutz beauftragt sind, zum Schaden der Menschen in einer Region führen nur zur Verständnislosigkeit.
Die WIR will eine maßvolle touristische Nutzung der Ehrenfels sichergestellt wissen. Sollte dies nicht genehmigt werden, so werden wir uns dafür einsetzen, dass die Ehrenfels dem Land Hessen zurückgegeben wird. Dann können sich die einzelnen Fachministerien untereinander streiten. „Zum Wohle des Landes und seiner Bürger sind wir sicher, dass angesichts leerer Kassen gar nichts mehr an der Ehrenfels passiert und sich auch Niemand mehr um diese und auch den Wanderfalken kümmert. (So wie früher).
Und das Feuerwerk für Rhein im Feuerzauber kann auch von einer Fähre abgefeuert werden.
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